Kinderarmut im Fokus

19.10.26, 09:45
Kaspar Mueller-Brinkmann

CARITAS ARMUTSWOCHEN 2026

261019_Armustwochen2026_Kind_19_10 (c) Caritas RheinBerg

Bergisch Gladbach  -  Die Armutswochen vom 17. Oktober bis zum 15. November stellen in diesem Jahr besonders Kinder- und Jugendarmut in den Mittelpunkt. 20 Prozent aller Kinder sind in Deutschland armutsgefährdet. Bei jungen Menschen zwischen 18 und 25 Jahren liegt die Quote sogar bei 25 Prozent.  Armut bedeutet für sie oft nicht nur weniger Geld, sondern eine eingeschränkte Chance auf Bildung, Freizeit, Teilhabe und eine gesunde Entwicklung. Die Caritas fordert deshalb eine Politik, die Kinder wirksam vor Armut schützt. Dazu gehören eine verlässliche finanzielle Unterstützung für Familien, bessere Bildungs- und Teilhabechancen für alle Kinder sowie niedrigschwellige Angebote, die niemanden ausschließen. In unserem Caritasverband achten wir unter anderem in unseren Kitas darauf, armutssensibel zu handeln. Wir gestalten unsere Angebote so, dass alle Kinder selbstverständlich teilnehmen können. Dazu gehören beispielsweise kostenlose oder kostengünstige Ausflüge, die Nutzung öffentlicher und frei zugänglicher Freizeitangebote oder die Möglichkeit, an musikalischen Bildungsangeboten unabhängig vom Geldbeutel der Eltern teilzunehmen. Besonders wichtig ist uns dabei ein wertschätzender Umgang: Wir vermeiden Situationen, in denen finanzielle Unterschiede sichtbar werden oder Kinder und Familien stigmatisiert werden. So erstellen wir beispielsweise Fotos für unsere Einrichtungen selbst, ohne die Lebenssituation der Kinder in den Vordergrund zu stellen. 

Kinderarmut ist kein individuelles Schicksal und kein persönliches Versagen von Eltern und Betreuern. Sie ist eine gesellschaftliche Aufgabe. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass jedes Kind die Chance auf ein gutes Aufwachsen erhält.