Bergisch Gladbach -
Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus (16.-29.März) lädt die Caritas mit einem breiten Bündnis regionaler Akteur:innen am Donnerstag, den 26. März 2026, zu einer besonderen Theaterveranstaltung in das THEAS Theater in Bergisch Gladbach ein. Gezeigt wird das dokumentarische Theaterstück „DIE NSU-MONOLOGE“ vom Autor und Regisseur Michael Ruf („Wort und Herzschlag – Dokumentarisches Theater“).
Ort: THEAS Theater, Bergisch Gladbach, Jakobstraße 103, 51465 Bergisch Gladbach
Um Anmeldung wird gebeten unter: ki@rbk-online.de
Der Eintritt ist frei!
Über das Stück
Am 4. November 2011 enttarnte sich der Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) selbst. Die rechtsterroristische Gruppe um die drei Haupttäter Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe, hatte zwischen September 2000 und April 2006 neun Menschen mit Migrationsgeschichte in verschiedenen deutschen Städten ermordet, sowie eine Polizistin in Heilbronn. Erst 2011 wurde das volle Ausmaß der Taten öffentlich. Die zentrale Strafverfolgung vor dem Oberlandesgericht München dauerte über fünf Jahre und endete mit der Urteilsverkündung am 11. Juli 2018. Eine vollständige juristische Aufarbeitung ist aber noch offen: Seit November 2025 läuft vor dem Oberlandesgericht Dresden der Prozess gegen eine mutmaßliche Unterstützerin des NSU.
Vor diesem Hintergrund entstand das dokumentarische Theaterprojekt „DIE NSU-MONOLOGE“. Das Stück erzählt von den jahrelangen Kämpfen dreier Familien der Opfer – von Elif Kubaşık, Adile Şimşek und İsmail Yozgat. Grundlage sind intensive Interviews mit ihren Angehörigen. Wortgetreu und dokumentarisch vermittelt das Theaterprojekt ihren Schmerz, ihre Wut und ihren langen Weg auf der Suche nach Wahrheit und Gerechtigkeit.
Die Monologe eröffnen eindringliche Einblicke in die Perspektive der Hinterbliebenen und zeigen, wie tief rassistische Gewalt in Familien und Gesellschaft hineinwirkt.
Gerade vor dem Hintergrund eines erneuten Erstarkens extremistischer Ideologien ist das Stück von besonderer Aktualität. Die Uraufführung fand im November 2016 im Heimathafen Neukölln statt. Seitdem wird das Stück bundesweit mit Schauspieler*innen aus den jeweiligen Regionen aufgeführt und kontinuierlich weiterentwickelt. Mit inzwischen rund 300 Aufführungen zählt es zu den nachhaltigen dokumentarischen Theaterprojekten der politischen Bildungsarbeit.
„DIE NSU-MONOLOGE“ laden dazu ein, innezuhalten, zuzuhören und sich mit den gesellschaftlichen Folgen von Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt auseinanderzusetzen. Sie setzen ein Zeichen für Erinnerung, Solidarität und demokratischen Zusammenhalt.
Trailer vom Stück finden Sie hier:
https://www.youtube.com/watch?v=V18-AKQu55U
https://www.youtube.com/watch?v=uyKhP9ltOU8
Die Veranstaltung wird organisiert von:
Caritasverband RheinBerg (FIM), Aktion Neue Nachbarn im RBK (ANN), Antidiskriminierungsberatung der Diakonie Leverkusen, Jugendmigrationsdienst Rhein‑Berg (KJA LRO gGmbH), Kommunales Integrationszentrum des Rheinisch‑Bergischen Kreises sowie der Stadt Bergisch Gladbach.