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Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine und Ehrenamtliche

 

Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Seitdem haben Millionen Menschen das Land verlassen, um vor den russischen Truppen zu fliehen. Viele dieser Menschen sind auch in den Rheinisch-Bergischen Kreis gekommen. Die Hilfsbereitschaft der Menschen im Kreis ist groß. Doch es gibt viele Fragen und Herausforderungen, die sich stellen.

Auf dieser Info-Seite versuchen wir möglichst viele dieser Fragen zu beantworten. Wegen der sich oftmals schnell ändernden Informationslage wird sich diese Seite stetig wandeln und erweitern. Also schauen Sie ruhig öfter vorbei!

Warnhinweis vor falschen Wohltätern

Achtung! Notlagen werden leider auch immer wieder ausgenutzt. Da aus der Ukraine besonders häufig Frauen alleine oder mit Kindern zu uns kommen, ist die Gefahr groß, dass diese Opfer von (sexueller) Gewalt, Menschenhandel oder Prostitution werden. Diese Kontaktstellen können helfen.

Warnhinweise für Frauen (ukrainisch)

Warnhinweise für Frauen (russisch)

Informationen für Ehrenamtliche und Geflüchtete

Grundsätzliches

Für das Thema „Wohnen/Unterbringung“ sind die jeweiligen Kommunen zuständig. Hilfe erhalten Sie bei den jeweiligen Stellen in:

Private Aufnahme von ukrainischen Geflüchteten: Was gilt es zu bedenken?

  • Die Menschen aus der Ukraine haben häufig traumatische Erfahrungen gemacht. Dies bedeutet eine tiefe Beeinträchtigung der psychischen Verfassung. Eine solche Traumatisierung kann sofort, aber auch erst viel später zutage treten und beispielsweise Weinen, Unruhe, Aggressionen oder Schlaflosigkeit zur Folge haben. Sie als helfende Person sind damit in aller Regel überfordert, daher sollten Sie für sich und/oder die Geflüchteten entsprechende Hilfe suchen! Genaueres dazu hat Refugio München in den FAQ für Helfende zusammengestellt.

  • Eine erste Anlaufstelle bietet auch das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk. Es hat eine Rufnummer für überforderte Menschen eingerichtet, die Flüchtlinge aufgenommen haben (0228 - 44 66 72 00, dienstags und donnerstags, 12 bis 14 Uhr und jederzeit per Mailbox. Ein Therapeut des Netzwerkes ruft zurück.)

  • Caritas Deutschland hat hilfreiche Hinweise für Engagierte im Flüchtlingsbereich zusammengestellt.

  • Es gibt von Pro Asyl eine hilfreiche Infoseite, die viele Informationen auch über das Thema Wohnen hinaus bereithält.

  • Weitere Hinweise gibt es im Leitfaden: Unterbringung Geflüchteter in privatem Wohnraum.

 

Wie mit gestiegenen Nebenkosten umgehen?
Die Stadt Bergisch Gladbach gibt einen pauschalen Zuschuss in Höhe von 80,00 Euro pro Person und Monat zum Beispiele für Heiz- und Stromkosten.

 

Aufnahmedauer Geflüchter. Was muss beachtet werden?
Rechtliches: Grundsätzlich darf ein Mieter einen Geflüchteten in seine Mietwohnung aufnehmen. Bis zu einer Dauer von rund 6 Wochen ist dies ohne Erlaubnis des Vermieters möglich. Dauert die Aufnahme länger, ist das Einverständnis des Vermieters einzuholen. Ohne diese kann dem Mieter die Kündigung drohen. Für das Verhalten der Aufgenommenen steht der Mieter ein, etwa wenn es zu Beschädigungen vermietereigener Gegenstände oder Störungen des Hausfriedens kommt. Auch der Mieter ist dem Vermieter gegenüber haftbar, wenn Schäden durch Besucher verursacht werden. Weiterhin müssen Mieter für die erhöhten Nebenkosten aufkommen, die sich dadurch ergeben, dass mehr Personen in der Wohnung leben. Schäden am Wohngebäude bzw. Hausrat, die in den Bereich der Wohngebäude- oder Hausratversicherung fallen (z.B. Schäden durch Feuer- oder Leitungswasser) sind grundsätzlich auch dann über bestehende Versicherungen abgedeckt, wenn diese durch aufgenommene Personen verursacht werden. Es empfiehlt sich, die Versicherung über die Aufnahme zu informieren.

Private Aufnahme von ukrainischen Geflüchteten: Was gilt es zu bedenken?

  • Die Menschen aus der Ukraine haben häufig traumatische Erfahrungen gemacht. Dies bedeutet eine tiefe Beeinträchtigung der psychischen Verfassung. Eine solche Traumatisierung kann sofort, aber auch erst viel später zutage treten und beispielsweise Weinen, Unruhe, Aggressionen oder Schlaflosigkeit zur Folge haben. Sie als helfende Person sind damit in aller Regel überfordert, daher sollten Sie für sich und/oder die Geflüchteten entsprechende Hilfe suchen! Genaueres dazu hat Refugio München in den FAQ für Helfende zusammengestellt.

  • Eine erste Anlaufstelle bietet auch das Deutsche Psychotherapeuten Netzwerk. Es hat eine Rufnummer für überforderte Menschen eingerichtet, die Flüchtlinge aufgenommen haben (0228 - 44 66 72 00, dienstags und donnerstags, 12 bis 14 Uhr und jederzeit per Mailbox. Ein Therapeut des Netzwerkes ruft zurück.)
  • Weitere Hinweise gibt es im Leitfaden: Unterbringung Geflüchteter in privatem Wohnraum.

  • Die Aktion Neue Nachbarn bietet einen regelmäßigen Newsletter zu allen Themen im Bereich Integration. Hier können sich auch Menschen melden, die sich ehrenamtlich engagieren wollen oder Ideen für Projekte haben: Integrationsbeauftragte Gabriele Atug-Schmitz | Telefon: 02202 2515774 | Mobil: 0160 97933481 | E-Mail: gabriele.atug-schmitz@krbk.de
     
  • Weiter Hinweise gibt es im Leitfaden: Unterbringung Geflüchtetet in privatem Wohnraum.

Telefonische Krisenberatung: Ukraine-Hilfe

Angebot der „Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege“ (BGW) für ihre Versicherten

Bei der Unterstützung von Menschen aus der Ukraine können ehrenamtlich Helfende und Beschäftigte in BGW-Mitgliedsbetrieben selbst in eine psychisch sehr belastende Situation kommen. Sie haben mit oft traumatisierten Menschen zu tun, deren Schicksal viele bewegt. Wie lässt sich damit umgehen? Die BGW bietet ihren Versicherten telefonische Krisenberatung.

Unkompliziert und zeitnah Hilfe erhalten

Die telefonische Krisenberatung ist ein Angebot zur Frühintervention durch erfahrene Psychotherapeutinnen und -therapeuten. Unbürokratisch und kostenlos können bis zu fünf Termine telefonischer Einzelberatung à 50 Minuten in Anspruch genommen werden. Hier geht es zum Angebot.

Vernetzen hilft

Bitte vernetzen Sie sich mit den Menschen, die in Ihrer direkten Umgebung bereits ehrenamtlich tätig sind! Diese haben schon langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit Geflüchteten, sind gut vernetzt mit den Strukturen vor Ort und kennen alle nötigen Ansprechpartner.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Organisationen in Ihrer Kommune:

Bergisch Gladbach

Willkommen in Refrath/Frankenforst

Vürfels 11 (Ankommenstreffpunkt)

Ansprechpartner: Brigitta Opiela
Telefon: 0151 29702535
E-Mail: bibi-opiela@t-online.de

Willkommen in Paffrath/Hand

Ankommenstreffpunkt, Bergisch Gladbach

Zur Webseite

Willkommen in Schildgen

Andreaskirche Schildgen, Schüllenbusch 2 (Flüchtlingscafé)

Ansprechpartner: Margret Grunwald-Nonte,
Sabine Gresser-Ritter

Zur Webseite

Mobile Nachbarn in Schildgen

Altenberger-Dom-Str. 140 (Fahrradwerkstatt)

Ansprechpartner: Michael Funcke

Telefon: 0173/2966496
E-Mail: kontakt@mobile-nachbarn-schildgen.de
Zur Webseite

MiKibU e.V.

Bensberger Str. 133

Ansprechpartner: Henry Stewen, Christiane Müller

Zur Webseite

Neue Heimat Bergisch Gladbach

Unterhebborn 14

Ansprechpartner: Hildegard Knoch-Will

Telefon: 02202/245248
E-Mail: hildegard@knoch-will.de
Zur Webseite (Facebook)

Willkommensnetzwerk Heidkamp

Ansprechpartner: Anne Lammers

Zur Webseite

Soziales Netzwerk Bensberg/Moitzfeld

Ferdinand-Schmitz-Str. 13a

Ansprechpartner: Mechtild Münzer

Telefon: 02204/53370
E-Mail: mechtild.muenzer@t-online.de

Burscheid

Kürten

Flüchtlingshilfe Burscheid

Ansprechpartner: Antje Eickenberg (Stadt Burscheid)

Telefon: 02174/670355
E-Mail: fluechtlingshilfe@burscheid.de
Zur Webseite

Fluchtpunkt Kürten e.V.

Ansprechpartner: Raphael Fuchs und Birgit Oberkötter

Telefon: 0178/1792673
E-Mail: info@fluchtpunkt-kuerten.de
Zur Webseite

Leichlingen

Odenthal

Ökumenischer Arbeitskreis Migration Leichlingen

Ansprechpartner: Heinrich Witprächtiger

Telefon: 02175 730047
Email: heinrich.witpraechtiger@web.de

Arbeitskreis Asyl Odenthal

Zur Webseite

Overath

Pfarrcaritas Overath

Ansprechpartner: Antonia Boden

Telefon: 0160/98508021
E-Mail: boden.antonia@t-online.de

Individuelle Flüchtlingshilfe Overath e.V. (IFO)
Zur Webseite

Rösrath

Deutscher Kinderschutzbund OV Rösrath e.V.

Ansprechpartner: Manfred Althaus

Telefon: 02205/5200

E-Mail: info@dksb-roesrath.de 
Zur Webseite

Flüchtlingshilfe Rösrath e.V.

Ansprechpartner: Renate Tautz & Ute Altwicker (Stadt Rösrath)

Telefon: 02205 90100 815
E-Mail: fluechtlingshilfe.roesrath@gmail.com
Zur Webseite

Wermelskirchen

Willkommen in Wermelskirchen

Ansprechpartner: Brigitte Krips

Telefon: 015117835060
E-Mail: bkrips@wkiwk.de
Zur Webseite

Wer aus der Ukraine flüchten muss, hat viele Fragen und braucht Unterstützung. Hier finden ukrainische Staatsangehörige Beratung zu rechtlichen Fragen, aber auch Hilfe zu den Problemen, die ihr Aufenthalt in Deutschland mit sich bringt:

Caritasverband  für den Rheinisch-Bergischen Kreis e.V.

Caritasverband für den Rheinisch-Bergischen Kreis e.V.

Fachdienst Integration und Migration

Lerbacher Weg 4
51469 Bergisch Gladbach

Wichtige Infos:

Ukrainische Geflüchtete im Rheinisch Bergischen Kreis sollten sich beim Sozialamt der Kommune melden, in der sie wohnen. Zusätzliche sollte man sich bei der Ausländerbehörde des Rheinisch-Bergischen Kreises melden. Wie geht das? Hier ist eine Hilfe.

Wichtige Informationen der Bundesregierung zum Aufenthalt in Deutschland

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Drittstaatsangehörige

Zusammen mit Ukrainerinnen und Ukrainern sind auch viele Drittstaatsangehörige aus der Ukraine geflohen, die dort einen sicheren Aufenthaltsstatus hatten. Auch diese Menschen fallen hier in Deutschland möglicherweise unter besondere Regelungen, die weitreichende Hilfen ermöglichen.

Die Fragen drehen sich oft um Themen wie

  • Regelungen für die Einreise nach Deutschland
  • für wen gilt der vorübergehende Schutz
  • Ablauf des Antragsverfahrens auf vorübergehenden Schutz
  • was gilt bei einer Ablehnung
  • welche andere Aufenthaltstitel kommen infrage

und vieles mehr.

Für alle Fragen zu Perspektiven für nicht-ukrainische Staatsangehörige, die aus der Ukraine geflüchtet sind, sollte eine Fachberatung aufgesucht werden! Bitte wenden Sie sich auch in diesem Falle an den Fachdienst für Integration und Migration!

Um einen Anspruch auf Leistungen wie finanzielle Unterstützung oder medizinische Versorgung im Krankheitsfall zu erhalten, sollten geflüchtete Menschen umgehend nach ihrer Ankunft Sozialleistungen beantragen: Sobald eine Meldebestätigung vorliegt kann im Sozialamt der jeweiligen Stadt oder Gemeinde ein Antrag auf Unterstützung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gestellt werden - zum Beispiel für die Unterstützung der Kosten für Verpflegung, medizinische Versorgung oder die Unterkunft. Nähere Informationen

 

Eröffnung eines Basiskontos: Dokumente zur Identitätsprüfung ukrainischer Schutzsuchender

Die Eröffnung eines sogenannten Basiskontos ist für die neu ankommenden Schutzsuchenden aus der Ukraine unter anderem wichtig, um Sozialleistungen erhalten zu können.

Das Bundesinnenministerium informiert über folgende Regelungen für den Identitätsnachweis zur Einrichtung eines Basiskontos:

Grundsätzlich soll die Identitätsprüfung (gemäß § 12 GWG) anhand anerkannter biometrischer und „normaler“ Ukrainischer Pässe oder Passersatzdokumente erfolgen. Als Passersatz gilt aufgrund einer zeitlich befristeten Anerkennung auch die ukrainische ID-Card Modell 2015 sowie der Ankunftsnachweis gemäß § 63a AsylG.

Liegt keins der oben geschilderten Dokumente vor, kann ergänzend zu einem sonstigen ukrainischen Ausweisdokument zusätzlich ein Dokument einer deutschen Behörde (insbesondere Anlauf-, Fiktions- oder Meldebescheinigung) vorgelegt werden, aus dem sich ergibt, dass die zu identifizierende Person unter dem im Ausweisdokument genannten Namen geführt wird.

 

Übergang in den SGB II/SGB XII-Bezug für Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach §24 AufenthG

Wie medial angekündigt sollen Personen mit einer Aufenthaltserlaubnis nach §24 Aufenthaltsgesetz (geflohene Ukrainer:innen) nach dem Willen der Bundesregierung aus dem AsylbLG-Bezug in den Leistungsbezug nach SGB II („Hartz 4“) / SGB XII (Sozialhilfe) wechseln. (Erforderlich ist dafür eine Gesetzesänderung im AsylbLG, im SGB II und SGB XII.) Mit dem Gesetzesentwurf befasst sich aktuell der Bundestag. Beabsichtigt ist das Inkrafttreten der Änderung für Ende Mai/Anfang Juni. Da die Leistungen nach SGB II und SGB XII beantragt werden müssen, wird dies voraussichtlich zu einer deutlichen Belastung der zuständigen Behörden und Beratungsstellen führen.

Aus dem Rheinisch Bergischen Kreis wissen wir, dass das Jobcenter beabsichtigt, mit vereinfachten Formularen und einer Vor-Ort-Unterstützung der Betroffenen dieser Herausforderung zu begegnen.

Wir informieren Sie an dieser Stelle im Detail, sobald die Einzelheiten zur kommenden Regelung geklärt sind.

esperanza

 

Beratungsstelle für 

  • Frauen, Männer und Familien
  • Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und den ersten 3 Lebensjahren des Kindes
  • finanzielle Hilfen in Notlagen
  • Elterncafé „Mamma Mia“ für Schwangere und Eltern mit ihren bis zu 2-jährigen Kindern
  • Weitere Informationen finden Sie hier.

Weitere hilfreiche Links

Finanzielle Hilfe für schwangere Ukrainerinnen kann außerdem über die Bundesstiftung Mutter und Kind beantragt werden.

Das Caritas Frühförderzentrum RheinBerg betreut Kinder mit Entwicklungsauffälligkeiten und Behinderungen von der Geburt bis zur Einschulung. Es bietet umfassende Hilfen an, um Kinder in ihrer Entwicklung optimal zu unterstützen und zu fördern. Weitere Infos finden Sie hier.

Auch das Kommunale Integrationszentrum (KI) des RBK bietet Beratung zum Thema „Frühe Hilfen“ an. Dort gibt es weiterhin viele weitere Informationen, zum Beispiel zum Thema Impfungen.

Hier gibt es grundsätzliche Informationen über die medizinische Versorgung in Deutschland vom Bundesministerium des Inneren.

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) vermittelt Schulplätze für alle Jahrgangsstufen im gesamten Rheinisch Bergischen Kreis. Spezielle Informationen für Ukrainerinnen und Ukrainer finden sich hier.

Weitere Links des KI:

  • Film "Wohin nach der Grundschule" über das Schulsystem in Deutschland in russischer Sprache.
  • Online-Lernplattform für Ukrainische Kinder der Klassen 5 - 11. Hier geht es zur Projektbeschreibung.
  • Gratis-Vokabeltrainer für Kinder und Jugendliche aus der Ukraine von tinkerbrain.
  • Der Deutsche Volkshochschul-Verband bietet Deutschkurse auf seiner Lernplattform jetzt in einer Version auf Ukrainisch an. Alle Kurse stehen den Geflüchteten kostenfrei zu Verfügung. Es werden lediglich ein Smartphone und ein Internetzugang benötigt.

Allgemeine Fragen? Sie wissen nicht, wohin Sie sich wenden können? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!

Caritasverband  für den Rheinisch-Bergischen Kreis e.V.

Caritasverband für den Rheinisch-Bergischen Kreis e.V.

Fachdienst Integration und Migration

Lerbacher Weg 4
51469 Bergisch Gladbach